Archive for the ‘WTF!?!’ Category

Amazon.de – oder: Rewriting History

Saturday, March 6th, 2010

Dem ein oder anderen Leser meines Blogs dürfte die Leidensgeschichte (Teil 1, Teil 2, Teil 3) meines Motorola Milestones ein Begriff sein. Mit Einsendung des defekten Geräts hatte ich Amazon eine Frist zur Mängelbeseitigung im Rahmen der Gewährleistung von zwei Wochen gesetzt. Diese ist am vergangenen Montag verstrichen ohne dass mich das vorgeblich reparierte (dazu weiter unten mehr) Telefon erreicht hätte. Ich habe daraufhin meinen Rücktritt vom Vertrag erklärt.

Was nun folgt, schlägt dem Fass den Boden aus: Man beruft sich bei Amazon nun auf einen Passus auf deren Support-Seite, der eine Rücksendung an Packstationen ausschließt und den man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach meiner ersten Beschwerde dort eingefügt hat. Bei w-support.com findet man nämlich dieselbe Checkliste noch ohne Packstation-Hinweis.

Meinen Rücktritt könne man daher leider nicht akzeptieren, die Zustellungsprobleme lägen nicht im Verantwortungsbereich von Amazon.

Inzwischen hat es das Milestone übrigens doch bis zu meiner Packstation geschafft. Leider wurde es offensichtlich nicht repariert (der Wackelkontakt am Kopfhöreranschluss ist noch immer vorhanden), sondern sogar während der vorgeblichen Reparatur beschädigt (der Slider wackelt und klappert nun bei jeder Bedienung des Touch-Screens).

Fortsetzung folgt…

Amazon-Reparaturabwicklung – Ein Drama in drei Teilen

Saturday, February 27th, 2010

Ein kurzes Update zum Amazon-/Motorola-Milestone-Desaster:

Nach meinem Blog-Posting von gestern und einer E-Mail an Amazon kontaktierte mich eine Amazon-Mitarbeiterin: Leider könne man an der aktuellen Situation nichts ändern. Sie bat aber um Verständnis, avisierte eine Gutschrift über 10 EUR und teilte mir mit, “den Sachverhalt und [die] Blog-Einträge an die entsprechende Abteilung als Feedback weitergeleitet [zu haben], damit überprüft werden kann, in wie weit der Prozess in einem solchen Fall verbessert werden kann/muss.”

Im Status-Tracking von w-support.com war inzwischen ein neuer Versandvorgang dokumentiert worden, auch ein Link zur Sendungsverfolgung war aktiv, den ich nach Eingabe der Empfänger-PLZ hoffnungsvoll anklickte.

Doch die Vorfreude war schnell verflogen, denn bereits als sich die Website der Sendungsverfolgung öffnete stellte sich postwendend (pun intended) die Ernüchterung ein: Es öffnete sich nicht etwa die DHL-Sendungsverfolgung, sondern die Sendungsverfolgung von GLS, einem weiteren Logistikdienstleister, der – wie einem bereits der gesunde Menschenverstand verrät – keine Packstationen der Konkurrenz anfährt. w-support.com hatte also trotz meines ausdrücklichen Hinweises auf die Zustellung des Pakets an eine Packstation via DHL einfach mal einen anderen Anbieter ausgewählt.

Und so tritt mein Telefon nun wieder eine Reise quer durch Deutschland an – ohne Aussicht, sein Ziel zu erreichen.

Ich werde weiter berichten, denn dass eine Trilogie nicht zwingend nach drei Teilen zu Ende sein muss, wissen wir ja spätestens seit Star Wars.

Update: Was bisher geschah: Teil 1, Teil 2

Der Tragödie zweiter Teil – oder: Einmal mit Profis arbeiten

Thursday, February 25th, 2010

Dass mein Motorola Milestone sich momentan zwecks Wiederherstellung der strukturellen Integrität (vulgo: Reparatur) auf Reisen befindet, dürfte dem aufmerksamen Leser meines Blogs nicht entgangen sein. Wie weit es dabei allerdings tatsächlich herumkommen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.
(more…)

Amazon.de – oder wie man einen Kunden vergrault

Wednesday, February 10th, 2010

Amazon.de war mir bis jetzt immer als Onlinehändler mit außergewöhnlich gutem Service in Erinnerung. Bis jetzt. Wäre da nicht der Fall meines Motorola Milestone gewesen, das in der Blüte seiner Jugend bereits vorzeitige Alterserscheinungen in Form eines Wackelkonakts am Kopfhöreranschluss entwickelte.

Ein klarer Gewährleistungsfall – das sieht auch Amazon.de so -, den man allerdings gerne mittels eines speziellen Service-Dienstleisters, der Firma w-support, abwickeln möchte. Dorthin solle ich mein Telefon zur Reparatur einschicken, teilt man mir per E-Mail mit. Von einem zuvor am Telefon avisierten Vorabaustausch möchte man plötzlich nichts mehr wissen. Nun gut, ich kann ja verstehen, dass auch Amazon den Gesetzen der Betriebswirtschaft unterliegt und kosteneffizient arbeiten möchte, also rufe ich vorab bei w-support an und erkundige mich nach der zu erwartenden Reparaturdauer: Eine Auskunft auf meine Frage habe ich dort leider nicht erhalten. Man repariere nämlich gar keine Motorola-Geräte mehr (bzw. dürfe das nicht mehr – das war nur zwischen den Zeilen herauszuhören), sondern könne das Gerät nur an einen weiteren Service-Partner weiterleiten. Auf die Frage, ob es denn Erfahrungen mit der zu erwartenden Reparaturdauer gebe, reagierte man sehr ausweichend, obwohl ich mehrfach erwähnte, dass es mir lediglich um einen Erfahrungswert und nicht um eine garantierte Bearbeitungsdauer gehe. Man mahne den Dienstleister allerdings nach zwei Wochen Bearbeitungsdauer an, verplapperte sich der Mitarbeiter in einer Tonlage, die darauf schließen lässt, dass dies häufiger nötig ist. Kein Wunder, wenn man sich so die zu erwartende Reparaturdauer bei Motorola-Geräten (wegen des gleichen Defekts) betrachtet, die laut meinen Recherchen in einschlägigen Foren auch gerne mal länger als fünf Wochen in Anspruch nehmen.

Tja, schade eigentlich, Amazon. Fünf Wochen (and counting) für ein Gerät, für das ich 460 EUR bezahlt habe und das ich bis 31. Januar problemlos und ohne Begründung ihm Rahmen der Rücknahmegarantie hätte zurückschicken können, das halte ich für deutlich zu lang.

So werde ich zwar in den sauren Apfel beißen müssen, um wieder an ein funktionsfähiges Gerät zu gelangen, werde mir aber in Zukunft wohl sehr genau überlegen, wo ich meine Elektronikartikel kaufe. Amazon ist jedenfalls ein ganzes Stück in der Rangliste nach unten gerutscht.

Update: Es geht weiter: Teil 2, Teil 3

This invoice is brought to you by java.lang.NullPointerException

Wednesday, January 27th, 2010

Invoice address field

Guess what language the invoicing solution that printed the invoice shown above has been written in…

Petition gegen Ganzkörperscanner

Monday, January 11th, 2010

Auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestags läuft seit heute eine Petition gegen den Einsatz von Ganzkörperscannern auf deutschen Flughäfen. Zur Mitzeichnung geht es hier.

Lieber rnv, …

Monday, December 21st, 2009

…es ist ja prima, dass ihr vor einiger Zeit den Fahrkartenverkauf in den Heidelberger Straßenbahnen abgeschafft habt und dafür an fast allen Haltestellen Fahrkartenautomaten aufgestellt habt. Es wäre jedoch hilfreich, wenn diese mindestens eine Zahlungsart akzeptieren würden und ich nicht beim Kauf eines Fahrscheins mittels gut getarnter Icons am Bildschirmrand mitgeteilt bekäme, dass der Automat heute leider weder Münzgeld, Scheine oder Kartenzahlung akzeptiert.

Die Schwimmring AG

Saturday, November 21st, 2009

Mir lief gerade via jens scholz das folgende Video über den Weg. Bester Stop-Motion-Trickfilm à la Wallace & Gromit, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

The Economic Impact of Facebook Games

Wednesday, November 18th, 2009

If there is something that I see colleagues at work doing on a regular schedule, it is them playing games on Facebook, such as Mafia Wars or FarmVille. Games built around scam schemes as the CEO of the company behind these games openly admitted during a talk he gave.

Frankly, I could not care less about people installing spyware or adware on their machines or being tricked into subscribing to scam offers. Those people are in charge of their own destiny and chose to enroll in playing those games at their own free will. If they are falling for these scams just to advance their score in a dubious web game, well, then that’s part of the lesson they have to learn.

However, considering the immense amount of time some users are investing into gameplay there clearly seem to be some addictive aspects associated with playing Mafia Wars or FarmVille. So, what I am actually more interested in is the overall impact these games could have on our economy. (more…)

Über die Verwundbarkeit komplexer Systeme

Sunday, November 8th, 2009

Ein Posting aus dem Heise-Forum zur Verwundbarkeit des LHC durch gemeine Baguette-Attacken bringt es auf den Punkt:

Re: Habe ich das richtig verstanden?
Rot5 (mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.00)

VisualBeo schrieb am 7. November 2009 18:28

> Ein Vogel kann mit einem Stück Brot bei einem
> Zich-100-Millionen-Euro-Forschungsprojekt einen Kurzschluss
> versursachen, woraufhin die gesamte Anlage abgeschaltet werden
> muss.
> Wobei jeder Tag, an dem die Anlage nicht einwandfrei läuft,
> wiederum hundert tausende Euro kostet und die Forschung in
> diesem Bereich still legt.
>
> Ich bin begeistert.

Naja, es war ja auch ein kleiner Ein-Mann-Jäger, der den Todesstern
zerstört hat!