Archive for the 'WTF!?!' Category

NFC-Security beim eTicket-Rhein-Main [Update]

Mar 15, 2013

Bei Jens Kubiziel und Fefe gibt es gerade eine aktuelle Sammlung von Blogposts [1, 2, 3, 4] zur Sicherheit von Sparkassenkarten mit NFC-Funktion in Bezug auf die unbemerkte Auslesbarkeit von Daten mit Wiedererkennungswert im Vorübergehen.

Das habe ich zum Anlass genommen, um die sich in meiner Geldbörse befindlichen kontaktlos auslesbaren Plastikkarten mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. Als besonders interessant erwies sich dabei das eTicket-RheinMain, eine persönliche, d.h., nicht übertragsbare Jahreskarte des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) auf RFID/NFC-Basis. Zu dieser Karte verspricht der RMV auf seiner Website vollmundig:

Sind auf der Chipkarte auch persönliche Daten hinterlegt?

Personenbezogene Daten enthält der Chip nicht. Es werden nur eine Identifikationsnummer (ID) sowie die für Fahrten mit Bus und Bahn wichtigen Daten - wie Fahrkartenart, Gültigkeitszeitraum und Tarifgebiete - gespeichert. Bei persönlichen Chipkarten werden Name und Foto außen auf die Rückseite der Karte aufgedruckt. […]

Das eTicket RheinMain bietet seinen Nutzern hinsichtlich des Datenschutzes ein Höchstmaß an Sicherheit. Bereits bei der Entwicklung des Tickets wurden die Datenschutz-Aufsichtsbehörden mit eingebunden.

Klingt soweit stimmig, stellte mich aber noch nicht zufrieden - könnte doch zumindest eine eindeutige ID der Karte auslesbar sein, die mich zumindest wiedererkennbar macht.

Also habe ich mir die Karte mit ein paar gängigen NFC-Reader-Applikationen für Android angesehen - die meisten kennen die verwendete Applikation “Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) Card” nicht.

Zum Glück gibt es zwei Applikationen, mit denen sich der Karte ein paar - durchaus unerwartete - Details entlocken lassen:

Die von mytraQ auslesbaren Infos schienen noch recht harmlos: Eindeutige (und damit wiedererkennbare) Kartennummer, die Information, dass es sich um eine persönliche Jahreskarte handelt, sowie der Gültigkeitszeitraum der Karte.

Die mit speeKA! auslesbaren Informationen waren dagegen schon interessanter: speeKA! zeigt nämlich direkt einen Hex-Dump des Karteninhalts an. Und siehe da: Inmitten von Zertifikaten und anderen Binärdaten steht doch tatsächlich mein Name im Klartext:

posts/2013-03-15-nfc-security-beim-eticket-rhein-main/rmv-eticket-hexdump-f622d00b9b3a0d2db09aa766dc72e8583186bbe83798e1bd11c408d912fb81ba.png

Keine personenbezogenen Daten. Klar. Was bitteschön, lieber RMV, wenn nicht mein Vor- und Nachname, abgelegt im Klartext, ist denn dann bitte ein personenbezogenes Datum?

Was bitteschön hat die angeblich involvierte Datenschutzbehörde denn geprüft? Irgendein Spezifikationsdokument, das im Endeffekt nichts mit der Implementierung zu tun hat? Die Aussage des RMV, dass das so alles schon seine Richtigkeit habe?

Ich bin jedenfalls auf die Antwort des RMV auf meine Anfrage gespannt, wie ich denn ein Ticket beziehen kann, dass entsprechend der Aussage in der FAQ keine personenbezogenen Daten über mich enthält. Ich werde berichten…

Update: Inzwischen habe ich auf dem Postweg eine neue RFID-Karte erhalten, auf der via Funkschnittstelle tatsächlich keine personenbezogenen Daten mehr im Klartext lesbar sind - bei der Erstellung der ursprünglichen Karte sei ein Fehler unterlaufen.

babyonlineshop.de - Ein Servicedesaster [Update]

Oct 22, 2012

Wer mich kennt, weiß, dass ich es auf den Tod nicht ausstehen kann, wenn Unternehmen ihre Kunden vergessen, sobald sie deren Geld eingesackt haben. Die sprichwörtliche Servicewüste quasi.

In der heutigen Episode der Wüstenerkundung geht es dabei um einen Anbieter von Babybedarf, genauer gesagt um babyonlineshop.de. Dort hatten wir Mitte des Jahres einen (durchaus hochpreisigen) Kinderwagen von Hartan erworben.

Vodafone: Cave MNP - oder: Von der Unmöglichkeit einer Rufnummernportierung

Dec 2, 2011

o2 hat derzeit ein paar Probleme mit ihrem Netz - ach, was sage ich: Das Netz ist ein einziges Desaster. Nachzulesen bei “Wir sind Einzelfall”.

Nun ist es ja Dank MNP (Mobile Number Portability) heutzutage kein Problem mehr, entsprechende Konsequenzen zu ziehen und den Netzbetreiber zu wechseln. Sollte man meinen. Der neue Netzbetreiber sollte Vodafone sein und nach schechten Erfahrungen mit Providern sollte es direkt zum Netzbetreiber gehen. Gesagt, getan. Schließlich kam es jedoch ganz anders…

Bitte im klingonischen Original!

Apr 17, 2011

Auf heise Developer scheint gerade - passend zu den Temperaturen der letzten Wochen - das Sommerloch Einzug zu halten. Zumindest lässt sich dort ein Autor über die (Nicht-)Nutzung der englischen Sprache für gängige Programmiersprachen und Programmtexte aus. Nun mag sich der ein oder andere möglicherweise an Word Basic erinnern oder die Macrosprache von Microsoft Excel, die es tatsächlich in einer lokalisierten Version - also z.B. auf deutsch - gab. Ein Graus. Nicht nur, dass man von entsprechenden Listings schneller Augenkrebs bekommt als der Ottonormalentwickler “Strahlungsdosis” in die Tastatur hämmern kann, sondern vor allem verbietet dies auch die Tatsache, dass Software über ihren Lebenszyklus auch möglicherweise von Entwicklern aus einem anderen Sprachraum betreut wird. So hatte ich auch schon das Vergnügen, mir bulgarische Kommentare im Quelltext zusammenreimen zu dürfen. Kein Spaß. Wenigstens können die für mich nicht Out-of-Sync mit dem Quellcode geraten - “Bahnhof” bleibt “Bahnhof”.

Und so möchte ich an den gesunden Menschenverstand appellieren: Der natürliche Sprachraum des Softwareentwicklers bzw. seiner Kreationen sollte die englische Sprache sein - in Ausnahmefällen - wie bei den Werken von Shakespeare - aber auch gerne das klingonische Original. ;-)

We lost contact... oder: Kundenservice nach rnv-Art

Dec 30, 2010

Wer mit dem ÖPNV fahren möchte, löst vor Fahrtantritt typischerweise ein Ticket. Nun komme ich ja leider nicht in den Genuss des rnv-Handyticketing, da ich keine veraltete Handytechnologie nutze. Ergo müssen die Tickets aus dem Automaten kommen und diese wollen typischerweise eine Gegenleistung für den Ausdruck des wenige cm² großen Schnipsels Papier, der sich Fahrschein schimpft. Nun bin ich kein Fan von Münzgeld und die Akzeptanz von Banknoten ist an den Heidelberger Automaten eher Glückssache. Also dachte ich mir, wieso nicht mit Geldkarte zahlen. Für den Teil meiner Leserschaft, dem das gar nichts sagt: Das ist eine Art Electronic Wallet, das in die Smartcard der Maestro-Karten integriert ist. Wie sich jedoch herausstellen sollte, ist es ungemein schwierig, mit Geldkarte an den Heidelberger rnv-Automaten zu zahlen.

Bedingungsloses Grundeinkommen? Gibt es doch schon längst...

Nov 4, 2010

Heute in der Mittagspause hatte ich eine äußerst interessante, in gewisser Weise aber auch schockierende Diskussion zum Bedingungslosen Grundeinkommen, die ich hiermit zu Papier bringen möchte:

Die Ausgangsthese war, dass das Bedingungslose Grundeinkommen einer Gesellschaft die Möglichkeit geben könnte, mehr als die Summe ihrer Einzelteile zu werden. Nämlich dadurch, dass Menschen die Möglichkeit erhalten, unabhängig von existenzsichernden Maßnahmen die Dinge anzugehen, für die sie brennen, die sie schon immer umsetzen wollten. Das wäre eine Gesellschaft, die meiner Meinung nach einen enormen Produktivitätsschub erreichen würde - Dienst nach Plan, wie er so viele große Unternehmen lähmt, hätte in einem solchen Setting keinen Platz.

Nun warf ein Kollege ein Argument in die Diskussion ein, mit dem ich so nicht gerechnet hatte, das mir aber doch zu denken gegeben hat: Seine Theorie ist, dass bei vielen Großkonzernen de facto bereits heute soetwas wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen existiert, das lediglich an die physische Anwesenheit der Person des Arbeitnehmers geknüpft ist. Kontroll- und Motivationsmechanismen versagen auf Grund zäher, verkrusteter Strukturen, mangelnder Transparenz. Welche Art und Qualität von Arbeitsleistung erbracht wird, hat keine signifikanten Auswirkungen auf die monetären Aspekte der Tätigkeit.

Nun könnte man meinen, diese Groteske entspränge einer skurrilen Geschichte. “Könnte” wie “Konjunktiv”…

Bestpreisabrechnung bei der Bahn

Sep 12, 2010

Liebe Deutsche Bahn AG,

ich gebe zu, dass ich in letzter Zeit eure Dienstleistungen nur sehr sporadisch in Anspruch genommen habe. Wieso? Ich zahle für ein Angebot gerne den günstigsten Preis. Nicht, weil ich es nötig hätte, sondern, weil sich alles andere echt komisch anfühlt.

Und genau diese Wahl des günstigsten Angebots macht ihr mir enorm schwer: Es gibt Sparpreise mit Zugbindung, Sparpreise ohne Zugbindung, Sparpreise, die sich mit einer Bahncard 25 kombinieren lassen, Sparpreise, auf die es mit einer Bahncard 25 keinen Rabatt gibt, die Bahncard 50, die grundsätzlich nicht mit Sparpreisangeboten kombinierbar ist und in Verkehrsverbünden doch nur 25% Rabatt gewährt und die Bahncard 100, die auf manchen Strecken überhaupt nicht anerkannt wird.

Welche Variante davon für mich die richtige ist, kann ich aber eigentlich erst im Nachhinein wissen - insbesondere bei den Tarifoptionen, bei denen ich in Vorleistung treten muss - wie den verschiedenen Bahncard-Tarifen.

Dabei wäre die Lösung so einfach: Wieso führt ihr nicht einfach eine Bestpreisabrechnung ein? Bei dieser würde ich meine Zugfahrten während des Jahres ganz regulär bezahlen und am Jahresende eine Abrechnung auf Basis des günstigsten Tarifs (der Einfachheit halber: Entweder Bahncard 25, 50 oder 100) erhalten. Alles, was das bräuchte wäre eine Art Kundenkarte, deren Infrastruktur in Form der Bahncard bereits heute existiert.

Einfach, oder? Fast zu einfach. Wenn euch die Beförderungsfalle eher lästig sind, passt das natürlich nicht so recht ins Konzept. Wenn ihr aber neue Vielfahrer gewinnen möchtet, ist das aber meiner Meinung nach eine valide Option.

Liebe Politiker, ...

Jul 25, 2010

…bitte verbietet doch Spiele wie Farmville statt eure Zeit mit harmlosen Dingen wie den so genannten “Killerspielen” zu vergeuden. Das, was Farmville mit seinen Usern anstellt, scheint die Überlebensfähigkeit unserer Zivilisation zu gefährden ;-), seht selbst: http://bugs.php.net/52435

(Via: Fefe)

Eine Zensur findet nicht statt

May 23, 2010

Es begab sich im Jahre 2010, dass unser Bundespräsident Horst Köhler ein Interview im Deutschlandfunk zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr gab. An sich nicht weiter aufregend, begleitet uns das Thema ja schon seit Jahren, in denen die Bundeswehr unter dem Deckmantel humanitärer Einsätze langsam aber sicher von einer Verteidigungsarmee zu einer Invasionstruppe transformiert wurde.

Interessanter ist dagegen schon, dass Köhler dies im Interview ganz unverhohlen zugibt:

Allerdings müsse Deutschland mit seiner Außenhandelsabhängigkeit zur Wahrung seiner Interessen im Zweifel auch zu militärischen Mitteln greifen. Als Beispiel für diese Interessen nannte Köhler “freie Handelswege”. Es gelte, “ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auf unsere Chancen zurückschlagen” und sich somit negativ auf Handel und Arbeitsplätze auswirkten.

Ein Bundespräsident rechtfertigt öffentlich einen wirtschaftlich motivierten Kampfeinsatz der Bundeswehr. Das ist mit Sicherheit ein Novum.

Vermutlich wurde das den Beteiligten nach der Sendung des Interviews auch klar, denn keine 24 Stunden nach dessen Sendung sind die betroffenen Passagen sowohl aus dem Transkript, als auch aus dem Sendungsmitschnitt verschwunden.

Eine Zensur findet nicht statt.
Art. 5 GG

Schade eigentlich… Insbesondere, da er später im Interview wie folgt fortfährt:

[…] wir brauchen einen politischen Diskurs in der Gesellschaft […]

Wie der allerdings funktionieren soll, wenn unbequeme Informationen auf Dekret von wem auch immer aus der Presse verschwinden, erschließt sich mir nicht.

Simyo International-Roaming-Abrechnung

May 1, 2010

Wer Simyo-Kunde ist und seine SIM-Karte auch mal ab und zu im EU-Ausland einsetzt, tut offenbar gut daran, seine Abrechnung präzise zu prüfen: So hat man mir gerade eine aus UK verschickte SMS, das - soweit ich weiß - doch noch immer zur EU gehört ;-), den Tarif für Roaming in Nicht-EU-Ländern berechnet:

History of a GPL Source Code Request

Apr 26, 2010

Weeks have passed and still no update from HTC regarding the availability of the HTC Desire’s Linux kernel source code. Let’s take a look back at the history of the case: On April 3rd, I initially asked for the Desire’s Linux kernel source code in accordance with the GPLv2. A couple of mails and a few weeks later, HTC finally escalated the support ticket and eventually forwarded my request to R&D; on April 16th.

HTC's GPL (non-)compliance

Apr 3, 2010

Well, Linux is not just free as in beer, but also free as in speech. As I wanted to dig a little deeper into HTC’s modifications applied to the Desire’s Linux kernel I did, what I am entitled to as per the GPLv2 the Desire’s Linux kernel is licensed under: I requested the source code via HTC’s support as the “HTC Developer Center” at http://developer.htc.com/, which usually hosts the Linux kernel source code drops for their Android phones, does not mention the Desire yet:

Dear HTC support,

I would hereby like to request the Linux Kernel source code for my HTC Desire phone according to section 3 of the GNU General Public License v2 under which the Linux kernel the Desire is based on is licensed. A download URL will be fine.

Thanks,
Thilo

The answer I received was somewhat unexpected, but I will leave the judgment up to the reader:

Dear Thilo-Alexander

Thank you for your enquiry about linux.

Sorry we don’t support Linux, even though linux and android have similarities they’re not made for eachother. But here is the link for our kernals http://developer.htc.com/, happy Easter!

Best regards,

xxxx x
HTC Tech Support
www.htc.com
Tel: +44 8458900xxx

Better luck next time… I replied through their ticketing system insisting on a source code copy (along with a short educational section about the true origins of the Android platform ;-) ). Let’s see what their next reply will look like…

PHP Unicode support - or the lack thereof

Mar 30, 2010

Well, I just had the pleasure to fix special character (umlaut) handling in a legacy PHP application. To put it short: It has been a while since I saw so many i18n issues as I figured out in PHP (version 5) during the last hour:

  • PHP strings are just plain byte arrays. Their content is non-portable as it is dependent on the current default encoding.

  • The same applies to the representation built by serialize. It contains a length-prefixed byte representation of the string without actually storing any encoding information.

  • Most PHP (string) functions have no clue about Unicode. For a detailed list including each function’s risk level, refer to: http://www.phpwact.org/php/i18n/utf-8

Note to self: Never ever use PHP for a new project.

Amazon.de - oder: Rewriting History

Mar 6, 2010

Dem ein oder anderen Leser meines Blogs dürfte die Leidensgeschichte (Teil 1, Teil 2, Teil 3) meines Motorola Milestones ein Begriff sein. Mit Einsendung des defekten Geräts hatte ich Amazon eine Frist zur Mängelbeseitigung im Rahmen der Gewährleistung von zwei Wochen gesetzt. Diese ist am vergangenen Montag verstrichen ohne dass mich das vorgeblich reparierte (dazu weiter unten mehr) Telefon erreicht hätte. Ich habe daraufhin meinen Rücktritt vom Vertrag erklärt.

Was nun folgt, schlägt dem Fass den Boden aus: Man beruft sich bei Amazon nun auf einen Passus auf deren Support-Seite, der eine Rücksendung an Packstationen ausschließt und den man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nach meiner ersten Beschwerde dort eingefügt hat. Bei w-support.com findet man nämlich dieselbe Checkliste noch ohne Packstation-Hinweis.

Meinen Rücktritt könne man daher leider nicht akzeptieren, die Zustellungsprobleme lägen nicht im Verantwortungsbereich von Amazon.

Inzwischen hat es das Milestone übrigens doch bis zu meiner Packstation geschafft. Leider wurde es offensichtlich nicht repariert (der Wackelkontakt am Kopfhöreranschluss ist noch immer vorhanden), sondern sogar während der vorgeblichen Reparatur beschädigt (der Slider wackelt und klappert nun bei jeder Bedienung des Touch-Screens).

Fortsetzung folgt…

Amazon-Reparaturabwicklung - Ein Drama in drei Teilen

Feb 27, 2010

Ein kurzes Update zum Amazon-/Motorola-Milestone-Desaster:

Nach meinem Blog-Posting von gestern und einer E-Mail an Amazon kontaktierte mich eine Amazon-Mitarbeiterin: Leider könne man an der aktuellen Situation nichts ändern. Sie bat aber um Verständnis, avisierte eine Gutschrift über 10 EUR und teilte mir mit, “den Sachverhalt und [die] Blog-Einträge an die entsprechende Abteilung als Feedback weitergeleitet [zu haben], damit überprüft werden kann, in wie weit der Prozess in einem solchen Fall verbessert werden kann/muss.”

Im Status-Tracking von w-support.com war inzwischen ein neuer Versandvorgang dokumentiert worden, auch ein Link zur Sendungsverfolgung war aktiv, den ich nach Eingabe der Empfänger-PLZ hoffnungsvoll anklickte.

Doch die Vorfreude war schnell verflogen, denn bereits als sich die Website der Sendungsverfolgung öffnete stellte sich postwendend (pun intended) die Ernüchterung ein: Es öffnete sich nicht etwa die DHL-Sendungsverfolgung, sondern die Sendungsverfolgung von GLS, einem weiteren Logistikdienstleister, der - wie einem bereits der gesunde Menschenverstand verrät - keine Packstationen der Konkurrenz anfährt. w-support.com hatte also trotz meines ausdrücklichen Hinweises auf die Zustellung des Pakets an eine Packstation via DHL einfach mal einen anderen Anbieter ausgewählt.

Und so tritt mein Telefon nun wieder eine Reise quer durch Deutschland an - ohne Aussicht, sein Ziel zu erreichen.

Ich werde weiter berichten, denn dass eine Trilogie nicht zwingend nach drei Teilen zu Ende sein muss, wissen wir ja spätestens seit Star Wars.

Update: Was bisher geschah: Teil 1, Teil 2

Der Tragödie zweiter Teil - oder: Einmal mit Profis arbeiten

Feb 25, 2010

Dass mein Motorola Milestone sich momentan zwecks Wiederherstellung der strukturellen Integrität (vulgo: Reparatur) auf Reisen befindet, dürfte dem aufmerksamen Leser meines Blogs nicht entgangen sein. Wie weit es dabei allerdings tatsächlich herumkommen würde, hätte ich mir nie träumen lassen.

Amazon.de - oder wie man einen Kunden vergrault

Feb 10, 2010

Amazon.de war mir bis jetzt immer als Onlinehändler mit außergewöhnlich gutem Service in Erinnerung. Bis jetzt. Wäre da nicht der Fall meines Motorola Milestone gewesen, das in der Blüte seiner Jugend bereits vorzeitige Alterserscheinungen in Form eines Wackelkonakts am Kopfhöreranschluss entwickelte.

Ein klarer Gewährleistungsfall - das sieht auch Amazon.de so -, den man allerdings gerne mittels eines speziellen Service-Dienstleisters, der Firma w-support, abwickeln möchte. Dorthin solle ich mein Telefon zur Reparatur einschicken, teilt man mir per E-Mail mit. Von einem zuvor am Telefon avisierten Vorabaustausch möchte man plötzlich nichts mehr wissen. Nun gut, ich kann ja verstehen, dass auch Amazon den Gesetzen der Betriebswirtschaft unterliegt und kosteneffizient arbeiten möchte, also rufe ich vorab bei w-support an und erkundige mich nach der zu erwartenden Reparaturdauer: Eine Auskunft auf meine Frage habe ich dort leider nicht erhalten. Man repariere nämlich gar keine Motorola-Geräte mehr (bzw. dürfe das nicht mehr - das war nur zwischen den Zeilen herauszuhören), sondern könne das Gerät nur an einen weiteren Service-Partner weiterleiten. Auf die Frage, ob es denn Erfahrungen mit der zu erwartenden Reparaturdauer gebe, reagierte man sehr ausweichend, obwohl ich mehrfach erwähnte, dass es mir lediglich um einen Erfahrungswert und nicht um eine garantierte Bearbeitungsdauer gehe. Man mahne den Dienstleister allerdings nach zwei Wochen Bearbeitungsdauer an, verplapperte sich der Mitarbeiter in einer Tonlage, die darauf schließen lässt, dass dies häufiger nötig ist. Kein Wunder, wenn man sich so die zu erwartende Reparaturdauer bei Motorola-Geräten (wegen des gleichen Defekts) betrachtet, die laut meinen Recherchen in einschlägigen Foren auch gerne mal länger als fünf Wochen in Anspruch nehmen.

Tja, schade eigentlich, Amazon. Fünf Wochen (and counting) für ein Gerät, für das ich 460 EUR bezahlt habe und das ich bis 31. Januar problemlos und ohne Begründung ihm Rahmen der Rücknahmegarantie hätte zurückschicken können, das halte ich für deutlich zu lang.

So werde ich zwar in den sauren Apfel beißen müssen, um wieder an ein funktionsfähiges Gerät zu gelangen, werde mir aber in Zukunft wohl sehr genau überlegen, wo ich meine Elektronikartikel kaufe. Amazon ist jedenfalls ein ganzes Stück in der Rangliste nach unten gerutscht.

Update: Es geht weiter: Teil 2, Teil 3

This invoice is brought to you by java.lang.NullPointerException

Jan 27, 2010

Invoice address field

Guess what language the invoicing solution that printed the invoice shown above has been written in…

Petition gegen Ganzkörperscanner

Jan 11, 2010

Auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestags läuft seit heute eine Petition gegen den Einsatz von Ganzkörperscannern auf deutschen Flughäfen. Zur Mitzeichnung geht es hier.

Lieber rnv, ...

Dec 21, 2009

…es ist ja prima, dass ihr vor einiger Zeit den Fahrkartenverkauf in den Heidelberger Straßenbahnen abgeschafft habt und dafür an fast allen Haltestellen Fahrkartenautomaten aufgestellt habt. Es wäre jedoch hilfreich, wenn diese mindestens eine Zahlungsart akzeptieren würden und ich nicht beim Kauf eines Fahrscheins mittels gut getarnter Icons am Bildschirmrand mitgeteilt bekäme, dass der Automat heute leider weder Münzgeld, Scheine oder Kartenzahlung akzeptiert.

Die Schwimmring AG

Nov 21, 2009

Mir lief gerade via jens scholz das folgende Video über den Weg. Bester Stop-Motion-Trickfilm à la Wallace & Gromit, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

The Economic Impact of Facebook Games

Nov 17, 2009

If there is something that I see colleagues at work doing on a regular schedule, it is them playing games on Facebook, such as Mafia Wars or FarmVille. Games built around scam schemes as the CEO of the company behind these games openly admitted during a talk he gave.

Frankly, I could not care less about people installing spyware or adware on their machines or being tricked into subscribing to scam offers. Those people are in charge of their own destiny and chose to enroll in playing those games at their own free will. If they are falling for these scams just to advance their score in a dubious web game, well, then that’s part of the lesson they have to learn.

However, considering the immense amount of time some users are investing into gameplay there clearly seem to be some addictive aspects associated with playing Mafia Wars or FarmVille. So, what I am actually more interested in is the overall impact these games could have on our economy.

Über die Verwundbarkeit komplexer Systeme

Nov 8, 2009

Ein Posting aus dem Heise-Forum zur Verwundbarkeit des LHC durch gemeine Baguette-Attacken bringt es auf den Punkt:

Re: Habe ich das richtig verstanden? Rot5 (mehr als 1000 Beiträge seit 12.12.00)

VisualBeo schrieb am 7. November 2009 18:28

Ein Vogel kann mit einem Stück Brot bei einem Zich-100-Millionen-Euro-Forschungsprojekt einen Kurzschluss versursachen, woraufhin die gesamte Anlage abgeschaltet werden muss. Wobei jeder Tag, an dem die Anlage nicht einwandfrei läuft, wiederum hundert tausende Euro kostet und die Forschung in diesem Bereich still legt.

Ich bin begeistert.

Naja, es war ja auch ein kleiner Ein-Mann-Jäger, der den Todesstern zerstört hat!

I See Frustrated People

Oct 17, 2009

Walking around like regular people. They do see each other. And that makes them only more frustrated. They do know they’re frustrated. But they lost the motivation and energy to change their condition for the better.

Merkwürdige Korrelationen

Aug 1, 2009

In meinem letzten Blogpost schrieb ich ja bereits etwas über abstruse Pseudokausalitäten, da wurde ich gerade via Fefe auf eine inverse Korrelation aufmerksam, die Mr. Spock wohl mit dem Ausspruch “faszinierend” kommentieren würde: Je mehr die USA in die Kontrolle illegaler Drogen investieren, desto billiger werden diese. Mir ist das Ganze zu abstrus, als das ich mich an einer Deutung versuchen möchte, und überlasse diese daher dem geneigten Leser… ;-)